Die neue Zeit

( 1786 bis heute)

In den Jahren 1786 und 1787 bereiste der österreichische Kaiser Josef II. die Landgrafschaft Nellenburg. Daraus resultierten viele neuzeitlichen Verordnungen, von denen aber nur ein geringer Teil durchgeführt wurden.

Im Jahre 1800 griffen die Franzosen Österreich wieder an und besetzten dabei die ganze Landgrafschaft Nellenburg. Bei dieser Besetzung plünderten die Franzosen in ganz unerhörter Weise, sodaß die Bevölkerung völlig verarmte. Über diesen Franzosenkrieg hat Pfarrer Aichele auf Grund mündlicher Überlieferung die Vorkommnisse in Hoppetenzell niedergeschrieben.

Am 25. Febr. 1803 wurde von Napoleon das ganze Gebiet, das der Johanniterorden als Eigentum besaß, und damit auch Hoppetenzell saecularisiert.

Im Jahre 1805 nach dem Frieden von Preßburg wurde so Hoppetenzell dem neu entstandenen Königreich Württemberg einverleibt, wo es bis 1810 blieb. Aus dieser Zeit stammt das württembergische Wappenzeichen: die Hirschstange, die 1805 dem bisherigen Ortswappen = dem Malteserkreuz eingefügt wurde und bis heute blieb, trotzdem die Landgrafschaft und damit auch Hoppetenzell 1810 von Württemberg abgetrennt und dem neuen Großherzogtum Baden angeschlossen wurde.

1816 und 1817 gab es infolge völliger Mißernten eine ungeheuere Teuerung und Hungersnot.

Die neuen Ideen des Revolutionsjahres 1848 fanden in Hoppetenzell nur wenig Anklang.

Um 1854 erfolgte die Gründung der Musikkapelle.

1856-58: In diesen Jahren wurde die jetzige Pfarrkirche gebaut.

1862/63: Zu erwähnen ist hier der Bau der neuen Straße Stockach-Meßkirch. Der Name Glockerstraße soll angeblich von einem Ingenieur Glocker herkommen.

1868: In diesem Jahr wurde die Eisenbahn, an der 5 Jahre gebaut wurde, dem Verkehr übergeben.

1906 wurde in Hoppetenzell die Wasserleitung gebaut und nach dem 1. Weltkrieg das elektr. Licht eingeführt. Damit beginnt für unser Heimatdorf entgültig die neue Zeit.

 

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